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	<title>Wolfsberg Archive - LAVANTTAL STORYS</title>
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	<description>Geschichten aus einer der schönsten Gegenden Kärntens</description>
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	<title>Wolfsberg Archive - LAVANTTAL STORYS</title>
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		<title>&#8222;Bei uns ist halt überall Kunst&#8220;</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/pepo-pichler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 15:17:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Pepo Pichler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Künstlerpaar Anita Naz und Pepo Pichler verwandelten die alte Mühle und das Schloss Schmelzhofen bei Wolfsberg in einen einmaligen Kunstraum.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lavanttal-storys.at/pepo-pichler/">&#8222;Bei uns ist halt überall Kunst&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lavanttal-storys.at">LAVANTTAL STORYS</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Einer der außergewöhnlichsten Ausstellungsorte – des Landes oder weltweit. Wie man will. Die Verwandlung, die das Künstlerpaar Anita Naz und Pepo Pichler der alten Mühle und dem benachbarten Schloss Schmelzhofen in St. Margarethen angedeihen ließ, beeindruckt.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><span id="more-3602"></span>„Als wir die Gebäude zum ersten Mal sahen, war alles in miserablem Zustand“, erinnert sich Pepo Pichler an Holzschwamm, Plumpsklo und Berge von Gerümpel unterm Dach. Die Faszination für die Architektur überwog jedoch die Skepsis gegenüber der aufwendigen Renovierung. „Und wir waren jung und naiv“, ergänzt die Hausherrin schmunzelnd. Das war 1992.</p>
<p style="font-weight: 400;">30 Jahre später strahlen die historischen Fassaden in freundlichem Gelb und die großen Räume der Mühle beherbergen Leinwände, Objekte und fein säuberlich geordnetes Material, das darauf wartet, von Pepo Pichler zu Artefakten verarbeitet zu werden. Die Situation im Atelier spiegelt die Vielfalt an Methoden und Techniken wider, die Pichlers Arbeit so unverwechselbar machen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Immer wieder thematisiert er die Altlasten der Zivilisation. „Ich bin fasziniert von industriellem Abfall“, erzählt er während des Rundgangs durch sein Atelier und zeigt auf gewundene, weiß glänzende Plastiken, die von Weitem an Michelangelos marmornen Faltenwurf erinnern. Auf Nachfrage erfährt man, dass es sich um geschmolzene Kunststofffolien handelt, die gemeinhin zur Innenbeschichtung von Getränkekartons verwendet werden. Neben Installationen aus industriellen Werkstoffen und Abfällen listet Pichlers Werkschau Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Collage, Skulptur und Film auf.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-3605 size-medium alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-300x300.jpg" alt="221024 LS Pepo Pichler - 1" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1.jpg 612w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Ein Universalkünstler, wie man so sagt. Zumindest einer, der gerne über die Grenzen von Sparten und Disziplinen hinausgeht. Zum einen läge dies an seiner Neugierde und dem unbändigen Interesse an Neuem, meint Pichler. Zum anderen habe er sein Grenzgängertum wohl zu einem Gutteil Max Weiler zu verdanken. Sein Lehrer an der Akademie der Bildenden Künste riet ihm, mit Farben, Leinwand, Pinsel und Papier ins damalige Museum für Völkerkunde – heute Weltmuseum – in Wien zu übersiedeln. Und so malte und zeichnete der Kunststudent ein Jahr lang im Museum und entdeckte die Faszination fremder Kulturen, Mythen und Riten. Inspiriert von den Objekten aus aller Welt, machte er sich kurz darauf auf den Weg, um sich vor Ort selbst ein Bild von Land und Leuten, Mythen und Materialien zu machen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Seit damals pendelt er zwischen den Welten. Seine Werke ebenso. Sie befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in den USA und Europa und sind weltweit in renommierten Häusern zu sehen.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-3607 size-medium alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-300x300.jpeg" alt="Pepo Pichler ©nina popp Schmelzofen" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-300x300.jpeg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-150x150.jpeg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-768x768.jpeg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-80x80.jpeg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-390x390.jpeg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-820x820.jpeg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-160x160.jpeg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-780x780.jpeg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-600x600.jpeg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;">Den Winter verbringen Pepo Pichler und Anita Naz, die als Keramikerin und später als Gastronomin in den USA erfolgreich war, meist in San Francisco. Im Frühling kehren die beiden ins Lavanttal zurück, wo Pepo Pichler in seiner Kunstmühle arbeitet.</p>
<p style="font-weight: 400;">Gewohnt wird gleich nebenan, in einem alten Wasserschloss, das 1399 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Auch dieses Gebäude rettete das Paar vor dem Ruin. „Wie bei der Mühle lag uns daran, die historische Bausubstanz möglichst sensibel und behutsam zu reparieren. Also haben wir uns mit Kalkputz und mineralischen Farben beschäftigt“, erinnern sich Anita Naz und Pepo Pichler in der gemütlichen Küche an das „Trial and Error“ der frühen Jahre. „Zum Glück hatten wir gute Freunde, die uns zur Seite standen, wie der unvergessliche Lavanttaler Künstler Karl Schüssler.“ So wurden Wände und Holzdecken frei- und die Mauern trockengelegt. Türen und Fenster, Putz und Deckenstuck, Holzböden und Treppen wurden behutsam renoviert, Sanitäranlagen, Strom und Heizung erneuert. „Und noch immer ist etwas zu tun“, erzählt das Paar vom Leben im Schloss.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-3606 size-medium alignright" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-300x300.jpeg" alt="Pepo Pichler ©nina popp 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-300x300.jpeg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-150x150.jpeg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-768x768.jpeg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-80x80.jpeg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-390x390.jpeg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-820x820.jpeg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-160x160.jpeg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-780x780.jpeg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-600x600.jpeg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Die dicken Mauern und alten Gewölbe machen aber nur einen Teil der Magie aus, der sich Gäste des Hauses kaum entziehen können. „Bei uns ist halt überall Kunst.“ Die kurze Anmerkung des Schlossherrn erklärt die einzigartige Atmosphäre von Schmelzhofen. Die Wände schmücken – im wahrsten Sinn des Wortes – Pichlers eigene Bilder und Installationen, viele Arbeiten von befreundeten Kunstschaffenden aus aller Welt, und dann sind da noch die Mitbringsel von zahlreichen Reisen, die die leidenschaftliche Freude des Paars am Entdecken und Sammeln dokumentieren. Japanische Drucke, von denen sich Pepo Pichler immer wieder inspirieren lässt, asiatische Miniaturen, mexikanische Votivbilder oder die bemerkenswerte Sammlung von Fächern von Anita Raz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3604 size-medium alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-300x300.jpg" alt="220607 Pepo Pichler_artmill ©nina popp - 1" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1.jpg 998w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Die beiden haben auch ein Faible für außergewöhnliche Räume. 2021 errichteten sie eine private Kunsthalle im Garten ihres Schlosses. Kurz nach der Eröffnung erhielt Kunst-Mill-Annex, die mit Holzschindeln gedeckte Architektur des austro-amerikanischen Architekten Mark Mack, den Kärntner Holzbaupreis. Gegen Voranmeldung sind somit ausgewählte Werke von Pepo Pichler auch im Lavanttal zu sehen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sollte er gerade unterwegs sein, sei ein Besuch des Museums im Lavanthaus empfohlen. Dort ist Pichlers Installation aus alten landwirtschaftlichen und handwerklichen Gerätschaften aus der Region ausgestellt.</p>
<p>Fotos: N. Popp</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Solange ich schreibe, bin ich glücklich</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/dichterin-christine-lavant/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 14:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfsberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 100 Jahren wurde Christine Lavant in St. Stefan geboren. Die „unterschätzteste Dichterin deutscher Sprache“ (© André Heller). Christine Lavant Zeit ihres Lebens auch keinen Wind um ihre Person gemacht&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lavanttal-storys.at/dichterin-christine-lavant/">Solange ich schreibe, bin ich glücklich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lavanttal-storys.at">LAVANTTAL STORYS</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Vor 100 Jahren wurde Christine Lavant in St. Stefan geboren. Die „unterschätzteste Dichterin deutscher Sprache“ (© André Heller).</strong><span id="more-3520"></span></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Christine Lavant</strong> Zeit ihres Lebens auch keinen Wind um ihre Person gemacht und die meisten, die ihr persönlich oder im Kulturteil der Zeitungen begegneten, unterschätzten die zierliche Frau, die schon in jungen Jahren zerbrechlich wirkte.</p>
<p style="font-weight: 400;"> <img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3522 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg" alt="LS Christine Lavant NINA POPP Lavanttal storys 2 Werner Berg Museum" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das dunkle Haar trug sie hinter dem Kopf verknotet, oft unter einem Kopftuch verborgen, die großen Augen schienen wie Tore zu einer dunklen, weiten Welt. Der Kopf nachdenklich seitwärts geneigt, dünne Lippen, hagere Hände. Die Porträts des <strong>Fotografen Ernst Prokop</strong> und jene ihres Geliebten, des <strong>Malers</strong> und <strong>Holzschnittkünstlers Werner Berg,</strong> zeichnen Bilder eines verletzlichen und verletzten Menschen. Und das war Christine Lavant zweifellos von Kindheit an.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im ersten Weltkrieg als neuntes Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren, wächst <strong>Christine Thonhauser</strong> in ärmsten Verhältnissen auf. Aber nicht nur das. Schon früh leidet das Kind unter Tuberkulose und Skrofulose, einer Hauterkrankung, die sie mit Infektionen und nässenden Ausschlägen quält. Die Krankheit schädigt ihr Gehör und macht sie beinahe blind. Die Tuberkulose wird zwar erfolgreich therapiert, aber die dabei eingesetzten Röntgenstrahlen sind so stark dosiert, dass die Haut geschädigt wird. Zeitlebens wird Christine unter den Folgen leiden, psychisch und physisch instabil. Ein „Arme-Leute-Kind“, ein „Zartele“, wie sie in <strong>„Das Kind“</strong> schrieb.</p>
<p style="font-weight: 400;">Es war ihr erstes Buch. Darin hielt sie ihre Kindheit und die Brutalität des Alltags einer armen Familie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts im Lavanttal fest. In ihrem Inneren hat das Kind, die Jugendliche, die Frau immer Kräfte entwickelt, mit denen sie gegen die Widrigkeiten ankämpfte, und mit dem Schreiben fand sie ein Werkzeug, mit dem sie ihr Le ben einigermaßen erträglich gestalten konnte. „Solange ich schreibe, bin ich glücklich“, schrieb sie später in einem Brief. Und so blieb das Schreiben, obwohl sie aufgrund ihrer körperlichen Schwäche den Schulbesuch nach wenigen Jahren abbrechen musste.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3521 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-300x300.jpg" alt="Christine Lavant Sonnenturm Lavanttal Foto Nina Popp " width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Sie verbrannte ihre Arbeiten, weil sie ein Verlag ablehnte, und schrieb dennoch weiter. Vermutlich, weil sie im Schreiben einen Ausweg aus Enge und Isolation fand. 1933 erschienen erstmals Gedichte der damals 18-Jährigen in der Regionalzeitung. In der Nazi-Zeit fühlte sie sich „zu einer völligen inneren Stummheit verurteilt“. Sie vernichtete ihre Manuskripte und zog sich zurück, um für das Regime und dessen Euthanasieprogramm unsichtbar zu sein. Die junge Frau heiratete den um 30 Jahre älteren Maler <strong>Josef Habernig</strong> und konzentrierte sich aufs Stricken, um für den Lebensunterhalt zu sorgen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das Stricken blieb ihr auch nach dem Krieg, als sie binnen weniger Monate Hunderte Seiten Prosa und unzählige Gedichte verfasste. Obwohl sie, wie sie einmal sagte, Lyrik erst gar nicht mochte, weil man dabei nicht stricken kann. Aber sie entwickelte eine Technik, mit der sie einfache Muster anfertigen und gleichzeitig lesen konnte, denn die Lektüre – unter anderem Märchen, religiöse und mystische Schriften, Rilke, Trakl – war ihr wertvolle Quelle für das eigene Schreiben.</p>
<p style="font-weight: 400;">1948 erschien der Prosatext „Das Kind“, 1950 <strong>„Das Krüglein“</strong>. Beides Milieustudien, in denen sie das ihr so vertraute Elend einflocht. Sehr zum Missfallen ihrer Umgebung, die empört auf die authentische Beschreibung des Alltags einfacher Leute im Lavanttal reagierte. Die Veröffentlichung stärkte das Bild der Außenseiterin, die rauchte, nachts spazieren ging und spätestens nach dem Suizidversuch in der Psychiatrie als Sonderling galt. Da half auch das P<strong>seudonym „Lavant“</strong> nicht, das sich die junge Frau inzwischen als Schutzmantel zugelegt hatte. Als Konsequenz veröffentlichte Christine Lavant weniger Prosa.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ihre Bilder und Metaphern behielt sie bei, ihre Themen, das Leben der einfachen Leute und den Blick in die Gedankenwelt von Kindern und Frauen ebenso. Die Gespräche mit Gott, der Natur und den Sternen. Die Verzweiflung, den Humor, die Selbstironie und den Wunsch nach einem „Fünklein Liebe“. Nur eben in Gedichtform. Mit ihrem Gedichtband <strong>„Die Bettlerschale“</strong> gelang ihr 1956 der Durchbruch. Sie fand Zugang zu literarischen Zirkeln, in denen sie sich als gern gesehene und gesellige Gesprächspartnerin sichtlich wohl fühlte. Lavant erhielt zahlreiche Preise, darunter den <strong>Georg Trakl-Preis</strong> und den <strong>Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur</strong>. Sie war korrespondierendes <strong>Mitglied der Akademie der Wissenschaften</strong> <strong>und Literatur in Mainz und Mitglied des PEN-Clubs.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">1973 starb Christine Lavant in Wolfsberg an den Folgen eines Schlaganfalls. In St. Stefan, wo sie fast ihr ganzes Leben verbracht hatte, wurde sie in einem Ehrengrab beigesetzt, das die Familie Lintschnig, die sie zu Lebzeiten beherbergt hatte, nach wie vor liebevoll pflegt. Auf dem Grab steht heute das „<strong>Mondkreuz</strong>“: eine riesige Plastik, die der Kärntner <strong>Bildhauer Heinz Glawischnig</strong> als physische Interpretation eines Lavant-Gedichtes gestaltete.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3543 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg" alt="LS Christine Lavant NINA POPP Lavanttal storys Mondkreuz" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-1180x1180.jpg 1180w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„So nah ging mir die Nacht noch nie<br />
im Halbtraum beuge ich das Knie<br />
helf ihr das Mondkreuz tragen.“</p>
<p style="font-weight: 400;">Wenige Schritte vom Friedhof entfernt erinnert eine von Efeu umrahmte Marmortafel an den Wohnsitz der großen Kärntner Lyrikerin. In diesem Haus gründete <strong>Hans Lintschnig,</strong> dessen Mutter Gertrude die wahrscheinlich beste Freundin der Dichterin war, im Jahre 1994 die „<strong>Christine Lavant Gesellschaft“</strong>. 2015 gründete Hans Schmidt in Wien die <strong>„Internationale Christine Lavant Gesellschaft“</strong>. Beide Initiativen haben sich der Öffentlichkeitsarbeit für das literarische Werk von Christine Lavant verschrieben.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sichtbare Ergebnisse des Engagements sind Veranstaltungen, Schulprojekte, der Christine Lavant Preis und die neue <strong>Werkausgabe im Wallstein Verlag</strong>: Ein Mammutprojekt, das 1.800 Gedichte und rund 1.200 Seiten Prosa umfasst und ein neues Licht auf Christine Lavants Werk wirft. In der kommentierten Ausgabe ist die Prosa erstmals im Original zu lesen. Inklusive Lavanttaler Dialektworte, die Christine Lavant in vielen Texten verwendete. Die Eingriffe früherer Verleger sind bereinigt, manche Texte sind überhaupt zum ersten Mal veröffentlicht. Zusammen mit den Briefen und Dokumenten, die das Team um Klaus Amann, Doris Moser und Brigitte Strasser gesammelt haben, entstand so ein neues Bild von Christine Lavant. „Vom Kopf unter dem Kopftuch“, wie ein Rezensent die Neuausgabe kommentierte.</p>
<p><strong><a href="https://www.christine-lavant.at" target="_blank" rel="noopener">Christine Lavant Gesellschaft</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://christine-lavant.com" target="_blank" rel="noopener">Internationale Christine Lavant Gesellschaft</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.wernerberg.museum/de/archiv/2024/christine-lavant-and-werner-berg-2024.html" target="_blank" rel="noopener">Christine Lavant &amp; Werner Berg im Werner Berg Museum</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.wallstein-verlag.de/autoren/christine-lavant.html" target="_blank" rel="noopener">Werke Christine Lavants im Wallstein Verlag</a></strong></p>
<h4>Lavanttal-Podcast</h4>
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<p class="npflietext22"><strong>In Folge 18 sind Nina Popp und Helga Palmer von der Christine Lavant Gesellschaft auf  den Spuren der Lavanttaler Schriftstellerin unterwegs. Vom neuen Denkmal über die Bäcklkeusche zum oft zitierten Wetterkreuz bis zur letzten Ruhestatt der Dichterin.</strong></p>
<p class="npflietext22"><a href="https://www.lavanttal-storys.at/podcast/" target="_blank" rel="noopener"><b>#18 Auf den Spuren von Christine Lavant</b></a></p>
<p>Fotos © N. Popp; Holzschnitt Werner Berg Museum</p>
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		<title>Schloss Wolfsberg</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/schloss-wolfsberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 15:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfsberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Burg über der Stadt Wolfsberg bewohnten schon Bamberger und Habsburger, ehe Hugo Graf Henckel von Donnersmarck das Wahrzeichen der Stadt zu einem imposanten Schloss umbauen ließ. Die neugotische Tudor-Architektur&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Die Burg über der Stadt Wolfsberg bewohnten schon Bamberger und Habsburger, ehe Hugo Graf Henckel von Donnersmarck das Wahrzeichen der Stadt zu einem imposanten Schloss umbauen ließ.</strong><span id="more-3526"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Die neugotische Tudor-Architektur stammt aus dem 19. Jahrhundert, davor stand vermutlich schon seit dem 11. Jahrhundert eine Burg am Hügel. Wer sie gebaut hat, ist unbekannt. Die Geschichtsschreibung erzählt nur, dass <strong>König Heinrich II</strong>. im Jahr 1007 dem Hochstift von <strong>Bamberg</strong> ausgedehnte Ländereien in Kärnten schenkte, zu denen auch Wolfsberg gehörte. Und in einer Urkunde von 1178 ist von <strong>Fridericus de Wolfsperch</strong> die Rede. Vermutlich ein Beamter der <strong>Bamberger Bischöfe</strong>, der mit den <strong>Benediktinern von St. Paul</strong> im Streit war und der Stadt zu ihrer ersten urkundlichen Erwähnung verhalf.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3529 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-300x300.jpg" alt="25 Lavanttal Blog Schloss Wolfsberg N Popp 3" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-3.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Von der mittelalterlichen Burg hatte man die weitläufigen Besitzungen zwischen Koralm und Saualm gut im Blick und hinter den dicken Mauern waren die Verwalter und ihre Untergebenen sicher geschützt. Im 16. Jahrhundert wurde der mächtige Südwestturm aufgestockt und die Befestigungsanlage erweitert. Als Maria Theresia 1759 den gesamten bambergischen Besitz erwarb, wechselte auch die Stadt Wolfsberg und die weithin berühmte Burganlage in den Besitz der <strong>Habsburger</strong>. Ihr Sohn <strong>Josef II.</strong> übergab Wolfsberg dem Religionsfonds, der aus dem Erlös der Verkäufe und Versteigerungen des Besitzes der aufgehobenen Klöster gebildet wurde. Ein Rechtsakt mit Folgen. Denn ein Großteil der wertvollen Inneneinrichtung und zahlreiche Kunstwerke verschwanden kurz darauf in den kaiserlichen Sammlungen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Bessere Zeiten erlebte die Burg, als die deutsche Industriellenfamilie <strong>Rosthorn</strong> die Gebäude 1825 kaufte, restaurierte und 1846 an den preußischen Adeligen <strong>Hugo Graf Henckel von Donnersmarck</strong> weiterverkaufte. Hugo eins, wie er in der Familie heißt. Auf der Rückreise von einer Kur an der Adria mit seiner Frau Laura querte er das Lavanttal zur Zeit der Apfelblüte und war von der Landschaft hin und weg, wie man sich erzählt.</p>
<figure id="attachment_3530" aria-describedby="caption-attachment-3530" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3530 size-medium" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-300x300.jpg" alt="Graf Henckel von Donnersmarck cc" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Graf-Henckel-von-Donnersmarck-2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3530" class="wp-caption-text">Hugo Graf Henckel von Donnersmarck © cc</figcaption></figure>
<p style="font-weight: 400;">Der damals 35-Jährige, der als erfolgreicher Unternehmer auf Expansionskurs war, kaufte Bergbaubetriebe in der Umgebung – und das Schloss. Kurz darauf beauftragte er die renommierten Wiener <strong>Architekten Johann Romano und August Schwendenwein</strong> von Lanauberg mit dem Umbau der Anlage im <strong>Tudor-Stil</strong>. Genauer gesagt war es der Tudor Revival-Stil, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als modern galt und Elemente aus der englischen Architektur der Tudorzeit – Ende des 15. bis Ende des 16. Jahrhunderts – übernahm. Als Reaktion auf die Baustile unter Königin Victoria, wie manche meinen, oder als Protest gegen die Massenproduktion des Industriezeitalters.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auf der Baustelle am Hügel fanden viele Handwerker aus der Umgebung Arbeit, andere Könner der unterschiedlichsten Zünfte holte Graf Hugo für sein Prestigeprojekt extra ins Lavanttal. Viele blieben der Region auch nach der Fertigstellung erhalten – und damit auch ihr handwerkliches Können.</p>
<p style="font-weight: 400;">Nach sieben Jahren war das Schloss kaum wiederzuerkennen. Steinmauern waren gesprengt und durch hell verputzte Ziegelbauten ersetzt, die sich heute vom Grün des Schlossparks abheben. Das Abbruchmaterial wurde in den alten Wehrgraben geschüttet und neben den alten Türmen im Osten und Süden stand nun auch ein achteckiger Turm im Norden, wie alle anderen Gebäudeteile von Zinnen gekrönt. Dazu kamen eine neugotische Torhalle mit einem Treppenhaus, ein Geschoß mit den privaten Räumen der Gräfin Laura, während Graf Hugo im zweiten Stock wohnte, Treppen, die die Niveauunterschiede ausglichen, und repräsentative Räume: das Speisezimmer mit Stuckmarmor oder der Salon mit riesigen Spiegeln und der Kassettendecke.</p>
<p style="font-weight: 400;">„Hugo war wohlhabend und wollte mit dem Umbau ein deutliches Zeichen setzen. Zum anderen sollte das Schloss Hauptsitz der Familie werden“, erzählt <strong>Andreas Henckel von Donnersmarck</strong>, Graf Hugos Urururenkel. Doch es kam anders.</p>
<p style="font-weight: 400;">Nach Hugos Tod verließen zwei Söhne das Lavanttal aus unterschiedlichen Gründen. Beide übersiedelten nach Polen. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg entschied die weitverzweigte Familie, das Anwesen in den Besitz von Hugos Nachfolgeunternehmen, der <strong>Kärntner Montanindustrie</strong>, zu übergeben. Und dabei blieb es.</p>
<p style="font-weight: 400;">Glanz und Gloria des einstigen Prachtbaus schwanden zusehends. Nach dem Weltkrieg logierten die britischen Besatzungstruppen im Schloss, später wurden die Räume vermietet. Als Andreas Henckel von Donnersmarck die Sommer mit seinen Eltern und Großeltern im Lavanttal verbrachte, wohnte man im Schloss „mit Bassena am Gang und Räumen, die durch Kartonwände getrennt waren“.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3531 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-300x300.jpg" alt="25 Lavanttal Schloss Wolfsberg Reithalle Foto N Popp" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Schloss-Wolfsberg-Reithalle-Foto-N-Popp.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Anfang der 1990er übersiedelte er mit seiner jungen Familie nach Wolfsberg. „Damals fraß sich der Hausschwamm durch die Holzbalken der Beletage. Die Räume waren teilweise unbewohnbar und für heutige Verhältnisse zu groß dimensioniert“, erinnert sich der Hausherr an den Anfang der Restaurierungsarbeiten, die ihn jahrzehntelang in der neben dem Beruf verbleibenden Freizeit beschäftigten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sein Engagement für das Familienjuwel und das Wahrzeichen der Stadt hat sich gelohnt, wie der Lokalaugenschein und die Faszination von Gästen und Einheimischen zeigen. „Aber es bleibt eine Herausforderung, so ein Haus zu bewohnen und zu bewirtschaften.“ Mit seiner Frau und den vier Kindern bewohnt Henckel von Donnersmarck nur einen kleinen Teil der 6.000 Quadratmeter. Einen Teil belegen die Büros der Kärntner Montanindustrie und in den repräsentativen Räumen der Beletage ist heute das Schloss Restaurant untergebracht. Den elliptischen Kuppelsaal mit den weißen Stuckornamenten und den Nussholzvertäfelungen sowie die benachbarten historischen Räume mietet die Stadt jeden Sommer, um Werke renommierter Kunstschaffender wie zuletzt Manfred Bockelmann und Walter Melcher zu zeigen. In der übrigen Zeit können die Prunkräume für Bälle und andere Veranstaltungen gemietet werden. Die „moderne Nutzung für ein anachronistisches Gebäude“, wie es Henckel von Donnersmarck beschreibt, scheint gelungen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das historische Ensemble und der weitläufige <strong>Schlosspark</strong>, wo Graf Hugo einige Jahre lang auch einen Wildpark eingerichtet hatte, gelten mittlerweile als beliebtes Naherholungsgebiet. Dass der Park zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Anlagen des Landes zählt, ist vermutlich den wenigsten bewusst, die auf den beschatteten Wegen vom Stadtzentrum durch den Park hinauf zum Schloss und weiter auf den Wanderwegen zum <strong>Mausoleum</strong> unterwegs sind.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3528 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-300x300.jpg" alt="25 Lavanttal Blog Mausoleum N Popp 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/25-Lavanttal-Blog-Schloss-Wolfsberg-N-Popp-2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Erbaut wurde das Grabmal für Hugos Ehefrau Laura, die am Weihnachtsabend 1857 im Alter von 45 Jahren verstorben war. Mit der Planung beauftragte der Witwer den preußischen Hofarchitekten Friedrich August Stüler. Die klassizistische Statue auf dem Sockel stammt vom norddeutschen Bildhauer August Kiss, der den Sarkophag nach dem Vorbild des Grabmals der preußischen Königin Luise in Charlottenburg gestaltete. Wenn man sich im Schloss für eine Führung anmeldet, kann man auch das Innere des prächtigen Kuppelbaus sehen, in dem Laura und einige ihrer Nachfahren bestattet sind.</p>
<p style="font-weight: 400;">Andere Familienmitglieder fanden am kleinen Friedhof nebenan ihre letzte Ruhe. Aber auch langgediente Mitarbeiterinnen der Familie. Wie Miss Sarah Eliza Goodland oder Gertrud Gawlik. „Eine Kammerzofe der Großtante“, erklärt Andreas Graf Henckel von Donnersmarck. Die Oberschlesierin Gawlik begleitete die Familie ins Lavanttal und blieb hier bis an ihr Lebensende.</p>
<p><a href="https://www.schloss-wolfsberg.at" target="_blank" rel="noopener">Schloss Wolfsberg</a></p>
<p>Fotos © N. Popp, Schloss Wolfsberg: C.StadlerBwag</p>
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		<title>Barrique aus Wolfsberg</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/barrique-aus-wolfsberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2024 16:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Fassbinderei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jakob Pauscha führt die Fassbinderei mit Schwester Julia in fünfter Generation. Ihre Kundenliste liest sich wie ein Who is Who der Weinwelt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lavanttal-storys.at/barrique-aus-wolfsberg/">Barrique aus Wolfsberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lavanttal-storys.at">LAVANTTAL STORYS</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Jakob Pauscha führt die Wolfsberger Fassbinderei mit seiner Schwester Julia in fünfter Generation. Ihre Kundenliste liest sich wie ein Who is Who der italienischen und österreichischen Weinwelt.</strong><span id="more-3617"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Früher gab es in fast jeder Ortschaft im Lavanttal einen Fassbinder, der Mostfässer und Bottiche für Kraut und Gurken herstellte. Bis Kunststoffgebinde und Edelstahl den Holzfässern Konkurrenz machten. Die meisten heimischen Fassbindereien schlossen ihre Werkstätten und auch die Pauschas in Wolfsberg dachten ans Aufhören.</p>
<p style="font-weight: 400;">Da schwappte Ende der 1980er eine neue Mode aus Italien ins Land. Plötzlich waren Barrique- Weine im Trend und Eichenfässer wieder gefragt. Der Familienbetrieb blieb aber nicht beim klassischen 225 Liter-Barrique- Format, sondern spezialisierte sich – als einer von wenigen in ganz Europa – auf die Herstellung von riesigen Lagerfässern mit bis zu 10.000 Liter Fassungsvermögen. „Die großen Fässer haben mehr Oberfläche, die Holznoten entwickeln sich feiner“, erklärt Jakob Pauscha.</p>
<p style="font-weight: 400;">Er trägt den Namen des Urgroßvaters, der das Familienunternehmen 1875 gründete. Heute führt der junge Fassbinder den Betrieb mit seiner Schwester Julia in fünfter Generation. Dass die Pauschas ihr Handwerk verstehen, zeigt der Blick auf die Kundenliste. Die liest sich wie das Who is Who der italienischen und österreichischen Weinwelt.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3619 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-300x300.jpg" alt="Fassbinderei Pauscha Lavanttal I kelsen-fernandes-unsplash 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Fassbinderei-Pauscha-Lavanttal-I-kelsen-fernandes-unsplash-2.jpg 953w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die Technik, die ebenso viel Muskelkraft wie Feingefühl erfordert, ist dabei seit Jahrhunderten nahezu unverändert geblieben. Noch immer werden die Langhölzer – meist aus Waldviertler Eiche oder französischem Holz, gelegentlich auch aus Kastanie oder Akazie – händisch zugeschnitten, die Metallreifen mit dem Hammer befestigt und die feuchten Dauben über dem offenen Feuer zurechtgebogen. Beim Toasting, wie es der Fachmann nennt, entstehen übrigens die Röstaromen, die dem Wein später die charakteristische Holznote verleihen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="https://www.klaus-pauscha.at" target="_blank" rel="noopener">Fassbinderei Pauscha</a></p>
<p>Fotos: R. Knabl, unsplash I K. Fernandes</p>
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