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	<title>Kunst &amp; Kultur Archive - LAVANTTAL STORYS</title>
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	<description>Geschichten aus einer der schönsten Gegenden Kärntens</description>
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	<title>Kunst &amp; Kultur Archive - LAVANTTAL STORYS</title>
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		<title>Osterfeuer im Lavanttal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 18:39:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osterfeuer]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum in der Osternacht Feuer auf den Hügeln in Österreichs Süden brennt. Der Brauch der Osterfeuer nach der Auferstehungsfeier in der Osternacht geht angeblich auf die Zeit der Türkenbelagerungen zurück.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum in der Osternacht Feuer auf den Hügeln in Österreichs Süden brennt.</strong></p>
<p><span id="more-3734"></span></p>
<p>Der Brauch der Osterfeuer nach der Auferstehungsfeier in der Osternacht geht angeblich auf die Zeit der Türkenbelagerungen zurück. Damals durchstreiften die Feinde die Gegend und verhinderten, dass sich die Bauern verständigten. Bis einer von ihnen die Idee hatte, sich durch Feuer auf den Berggipfeln Zeichen zu geben. Als die Belagerer die Feuer sahen, vermuteten sie neben jedem Feuer ein Geschütz und flohen in Panik.</p>
<p>Dass dies zur Osterzeit geschah, war Zufall. Aber der Brauch der Osterfeuer erhielt sich bis heute und in der Nähe von St.“Paul steht ein steinernes Kreuz, wo das Zelt des Großwesirs gestanden sein soll.</p>
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		<title>Dom des Waldes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 19:58:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Preitenegg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitten im Wald hat das Künstlerpaar Anne und Peter Knoll auf der Hebalm den Grundriss des Mailänder Doms nachgebildet. Eine Schnittstelle zwischen Natur und Kultur, wie die beiden sagen. Mit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lavanttal-storys.at/dom-des-waldes/">Dom des Waldes</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lavanttal-storys.at">LAVANTTAL STORYS</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mitten im Wald hat das Künstlerpaar Anne und Peter Knoll auf der Hebalm den Grundriss des Mailänder Doms nachgebildet.</strong><span id="more-3731"></span></p>
<p>Eine Schnittstelle zwischen Natur und Kultur, wie die beiden sagen. Mit hölzernen Portalen, einem Fels aus Gneis im Zentrum der Anlage und einem Holzsteg, der dem Mauerverlauf folgt und mit den hochragenden Bäumen die Dimension des architektonischen Wunderwerks in die Natur übersetzt. Ein unglaublich poetischer Ort, an dem immer wieder Konzerte und Feiern stattfinden. Ideal zum Innehalten und Kraftschöpfen.</p>
<p>Foto: N. Popp</p>
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		<title>The Beatniks</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/the-beatniks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 13:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[St. Paul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Austropop soll in Wien entstanden sein. Weit gefehlt. Die heimische Beat-Ära begann mit einer Lavanttaler Schülerband. Rückblende in die 1960er-Jahre: Fünf St. Pauler Gymnasiasten treffen sich regelmäßig zur Probe&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Austropop soll in Wien entstanden sein. Weit gefehlt. Die heimische Beat-Ära begann mit einer Lavanttaler Schülerband.</strong><span id="more-3700"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Rückblende in die 1960er-Jahre: Fünf St. Pauler Gymnasiasten treffen sich regelmäßig zur Probe im Musikzimmer des Konvikts und starten ihre Bandkarriere. Wie Bill Haley und Elvis Presley wollen sie als „The Rock Five“ den Saal zum Kochen bringen. Und tatsächlich reagiert das junge Publikum bei den ersten Konzerten begeistert. Doch Direktor und Abt zeigen sich „not amused“. So finden die Proben im Musikzimmer aufgrund „moralischer Bedenken“ ein jähes Ende.</p>
<figure id="attachment_3702" aria-describedby="caption-attachment-3702" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-3702 size-medium" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-300x182.jpg" alt="Lavanttal Storys St Paul The Beatniks Konkord 2" width="300" height="182" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-300x182.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-1024x620.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-768x465.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-390x236.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-820x496.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-1180x714.jpg 1180w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-780x472.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks-600x363.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2026/01/the-Beatniks.jpg 1378w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3702" class="wp-caption-text">The Beatniks: Wilfrid Wutz-Glantschnig, Helmut Glaser, Werner Marinell, Mario Hosp, Siegi Gruber und Aley Spitaler (von links)</figcaption></figure>
<p style="font-weight: 400;">Nach der Matura treffen sich die Studenten in Wien wieder und gründen eine neue Band, die die österreichische Popmusik revolutionieren sollte. Während andere heimische Partien die Schlager von Peter Kraus, Freddy Quinn und Lolita ins Repertoire aufnehmen, lassen sich The Beatniks von den neuen Sounds englischer Bands inspirieren und schreiben eigene Songs. Mit „My aeroplane“ schaffen sieden Durchbruch. Sie werden im Radio gespielt, zu Live-Konzerten engagiert und schließlich macht die Plattenfirma Polydor den jungen Lavanttalern das sensationelle Angebot, ein Album aufzunehmen.</p>
<p style="font-weight: 400;">In zwei (!) Tagen spielten The Beatniks das gesamte Album ein und im Sommer of love 1967 erschien „On a blue day“. Der Mix aus Beat, Pop und Psychedelics Rock, in den sich – ähnlich wie bei Sgt. Pepper von den Beatles – Sitar-Klänge mischten, machte die Band über Nacht zu Stars. Die Musiker wurden von internationalen Radiosendern eingeladen und erhielten Angebote aus Deutschland und England. Die Jugendzeitung BRAVO und viele andere Medien berichteten über den „Beat made in Austria“ und der Erfolg hielt an. Dennoch entschieden sich die sechs 1969, die Band nach rund 1.000 Konzerten aufzulösen und ihre Universitätsstudien zu beenden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Bandleader Werner Marinell erlangte später als Minnesänger Blondel mit seinen „Alten Rittersleut“ Bekanntheit und schrieb und produzierte für bekannte Namen der österreichischen Musikszene.</p>
<p style="font-weight: 400;">2022 wurde „On a blue day“ wiederveröffentlicht. Auf Vinyl und mit einem reich bebilderten Booklet.</p>
<p><a href="https://www.konkord.org/releases4/on-a-blue-day" target="_blank" rel="noopener"><strong>The Beatniks I On A Blue Day (LP, CD, Digital) I Konkord</strong></a></p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7jPVDWzwAG5EHO1veSncv2?si=q5ba7hs3SBqLNSXsYTsdaA" target="_blank" rel="noopener"><strong>The Beatniks auf Spotify</strong></a></p>
<p style="font-weight: 400;">Fotos: Konkord</p>
<p style="font-weight: 400;">
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		<title>Hier spielt die Musik</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/musiker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 23:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fest feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem Punkt ist das Lavanttal typisch kärntnerisch: Es wird gern und gut g'sungen und g'spielt. Heiter bis wehmütig. Warum das so ist, weshalb der Blues ist vermutlich dennoch nicht in Kärnten erfunden worden, wie sich das glasklar erklären lässt und andere Überlegungen über die Liebe der Lavanttalerinnen und Lavanttaler zur Musik.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fl-builder-content fl-builder-content-3663 fl-builder-content-primary fl-builder-global-templates-locked" data-post-id="3663"><div class="fl-row fl-row-fixed-width fl-row-bg-none fl-node-695bf12c96138" data-node="695bf12c96138">
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	<p style="font-weight: 400;"><strong>In einem Punkt ist das Lavanttal typisch kärntnerisch: Es wird gern und gut g'sungen und g'spielt. Heiter bis wehmütig. Warum das so ist, weshalb der Blues ist vermutlich dennoch nicht in Kärnten erfunden worden, wie sich das glasklar erklären lässt und andere Überlegungen über die Liebe der Lavanttalerinnen und Lavanttaler zur Musik.</strong><br />
<!--more--></p>
<p style="font-weight: 400;">Drei Kärntnerinnen bzw. Kärntner, ein G’sangsverein. Das Bonmot gilt auch für das Lavanttal. Mehr als 25 Chöre, Singgemeinschaften und Sängerrunden gibt es offiziell im Tal. Von sonoren Männergesangsvereinen, fröhlichen gemischten Chören, engelsgleichen Quartetten bis zu jungen A-capella-Ensembles, die nicht nur bei Konzerten singen, sondern auch bei den zahlreichen Kirtagen und Sommerfesten von Feuerwehr, Sportvereinen etc.</p>
<p style="font-weight: 400;">Über das Verhältnis der Kärntnerinnnen und Kärnter zu ihrer Musik könnte man Bände füllen. Und es gibt kaum jemanden, den der einzigartige Klang von einer melodieführenden Stimme und drei oder vier Randstimmen nicht berührt. Das geht richtig ins Herz, schwärmen die einen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ja, schon, geben die anderen zu. Aber mehr als ein Lied wäre schwer auszuhalten. Zwei vielleicht, zu Weihnachten, wenn allgemeines Stillhalten angesagt sei. Da läge so viel Trauer drin, Schwermut und Andacht. Selbst die Liebeslieder würden mehr vom Warten und Sehnen erzählen als von den Wonnen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Mag schon stimmen. Aber.</p>
<p style="font-weight: 400;">Wer damit aufgewachsen ist, mag die langsam vorgetragenen Elogen und Hymnen an die Liebste und das eigene Tal nicht missen, von denen Evergreens wie „Gern hobn tuat guat“ bis „Wenn i eineschau, in mei Lovntol“.</p>
<p style="font-weight: 400;">Mit dem Blues hat das alles weniger zu tun. Schließlich beginnen geschätzte 90 Prozent aller Blues mit „I wake up this morning …“ Das Aufstehen und das Heute haben im Kärntnerlied – gefühlt – weit weniger Gewicht als das Schlafengehen, idealerweise zu zweit, und, eh schon wissen, die Sehnsucht nach allem, was man besingen kann.</p>
<p><figure id="attachment_3668" aria-describedby="caption-attachment-3668" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3668 size-medium" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-300x300.jpg" alt="Lavanttal Musik Maria und Helmut Thomas Stippich" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Maria-und-Helmut-Thomas-Stippich.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3668" class="wp-caption-text">Maria & Helmut Thomas Stippich</figcaption></figure></p>
<p style="font-weight: 400;">Warum hier gesungen wird? Ganz einfach: Weil es den Menschen im Süden gefällt und der Nachbarschaft im Ort ebenso. Weil sie’s im Blut haben und in der Seele. Weil die tradierten wie die neuen Kärntnerlieder offensichtlich gut als Ventil funktionieren, um Freude, Liebe, Trost und Trauer angemessen auszudrücken.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ob man nun selbst singt oder nur zuhört. Und vielleicht ist ja ein Fünkchen Wahrheit an der These der Kärntner Kabarettistin Birgit Radieschnig, die dem harmonischen Vierklang sogar „gewaltpräventive Wirkung“ nachsagt. Stünden vier Kärntner zu- sammen, sinke das Risiko, dass sie sich prügeln, weil sie gleich zu singen anfangen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Gesungen hat man hier jedenfalls schon seit langer Zeit. Nachzulesen in den Reisetagebüchern des Paolo Santonino, eines Edelmanns aus Umbrien, der 1485 als Sekretär des Bischofs von Caorle nach Kärnten kam, und aufschrieb, was er sah und – hörte. Gudrun Wassermann, die der Geschichte und Entwicklung des Kärntnerlieds nachgegangen ist, schreibt von der „Weichheit der Melodie […] Nichts ist schroff, alles ist ausgeglichen.“ Was vermutlich auf den Einfluss der slowenischen Kultur zurückzuführen ist, die den Südkärntner Raum geprägt hat.</p>
<p><figure id="attachment_3665" aria-describedby="caption-attachment-3665" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3665 size-medium" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-300x300.jpg" alt="Lavanttal Musik Foto Gem Chor Maria Rojach 3" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Gem-Chor-Maria-Rojach-3.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3665" class="wp-caption-text">Gemischter Chor Maria Rojach</figcaption></figure></p>
<p style="font-weight: 400;">Die in Slowenien typische Art des Singens sei teilweise auf die deutschsprachigen Lieder übergegangen. Und beide weisen Charakteristika auf, die anderswo in Österreich nicht zu hören seien, erklärte der Musikethnologe Engelbert Logar kürzlich in einem Radiointerview. Bestimmte Tonfolgen, Molltöne, die Vierstimmigkeit und die Überstimmen. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts hätten sich das slowenische und das deutschsprachige Kärntnerlied auseinanderentwickelt. Das slowenische Volkslied wurde quasi als Alltagsgut weitergepflegt. Im Gegensatz dazu wurde das deutschsprachige Lied von bürgerlichen Kreisen entdeckt, verschriftlicht und neu komponiert. Als später der Nationalismus einen Keil zwischen die beiden Volksgruppen in Kärnten trieb, wurde das Liedgut zum politischen Vehikel auf beiden Seiten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Viele Chöre des Tales sind – wie in anderen Teilen Kärntens – im sogenannten Sängergau zusammengefasst. Den Namen finden offensichtlich nur Auswärtige nicht mehr zeitgemäß. Höhepunkt des Vereinslebens im 1924 gegründeten „Sängergau Lavanttal“ ist das alljährliche „Gausingen“. So irritierend der Name klingt, der Gedanke des Festes mutet zeitlos schön an: Gemischte Chöre, Männergesangsvereine und kleinere Ensembles treffen sich jeweils an einem anderen Ort des Tales, um im friedlichen Wettstreit ihr Bestes zu geben.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das Fest ist ein Ohren- und Augenschmaus. Denn anders als bei den Vögeln, wo die Männchen sich durch buntes Gefieder hervortun, sind es im Lavanttal die Frauentrachten, die im Kontrast zu den braunen Kärntner Anzügen der Männer alle Farben spielen. Rotes Leibl, schwarzer Kittel, goldener Brokat für die Schürze, das Ganze in Grün, Blau, Schwarz, gemustert. All das ist möglich.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das gilt auch für das Repertoire. Neben alten und neuen Kärntnerliedern haben Chöre wie der <em>Bezirksjugendchor</em>, <em>Chorus Paradisi</em> oder der <em>Heimatklang Bach</em> aus dem Süden des Tales anspruchsvolle Madrigale und internationale Chorliteratur im Programm.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und dann gibt es junge Vocal Bands. Beispielsweise <em>Die Neffen von Tante Eleonor</em>, <em>Caramusica </em>oder Rockvoices mit einem Faible für Pop und Rock. „Uns geht’s um Emotion“, so Stefan Wuggenig, der mit seinen jungen Ensembles seit Jahren erfolgreich beweist, dass sich die Lavanttaler Stimmen auch für Songs von Queen, Michael Jackson oder Phil Collins eignen.</p>
<p><figure id="attachment_3666" aria-describedby="caption-attachment-3666" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3666 size-medium" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-300x300.jpg" alt="Lavanttal Musik Foto Jufila " width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/Lavanttal-Musik-Foto-Jufila-4.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3666" class="wp-caption-text">Die Jungen Fidelen Lavanttaler</figcaption></figure></p>
<p style="font-weight: 400;">G’sungen und g’spült. Das hat nach wie vor in vielen Orten des Tales Tradition und in vielen Familien wird die Liebe zur Musik offensichtlich vererbt. Etwa in der Familie Prinz: Gerhard – Musiker, Musiklehrer und Komponist von Oratorien, Chorwerken, Kammermusik und unzähligen Kärntnerliedern – und die ausgebildete Musikerin Elisabeth gaben ihre Freude am Musizieren an ihre Kinder Meinhard, Christof, Johannes und Angelika weiter.</p>
<p style="font-weight: 400;">Oder Siegi Hofmann, Musikpädagoge und künstlerischer Leiter des <a href="https://www.sanktpaulerkultursommer.at/" target="_blank" rel="noopener">St. Pauler Kultursommers</a>, der den Heimatklang zu einem weithin bekannten Chor entwickelte. Nach 40 Jahren übernahm vor einigen Jahren Tochter Anna den Taktstock.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die <a href="https://junge-fidele-lavanttaler.at" target="_blank" rel="noopener">Jungen Fidelen Lavanttaler,</a> Enkel der legendären Brüder Urach, die ihr Publikum jahrzehntelang mit Evergreens made in Lavanttal unterhielten, unterscheiden sich in ihrer Spielfreude um nichts von den Vorfahren.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und auch Helmut Stippich, Gründer des legendären Eitweger-Trios und Komponist der inoffiziellen Kärnten- Hymne „Vom Glockner bis zur Koralm“, vererbte Freude, Talent und Vielseitigkeit an seinen Sohn weiter. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria, ebenfalls Lavanttalerin, zog Helmut der Jüngere nach Wien, wo <a href="https://www.stippichs.com" target="_blank" rel="noopener">Stippich & Stippich</a> nun mit ihren Wienerlied- Interpretationen Erfolge feiern.</p>
<p style="font-weight: 400;">Dass Gesang und Instrumentalmusik im Lavanttal noch immer gepflegt werden, liegt nicht zuletzt an den Musikschulen des Tales. Dort sind Menschen am Werk, die den jungen Talenten mit viel Engagement und Verständnis begegnen. Moderne Musikpädagogik statt Drill.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und dann sind da noch <a href="https://www.klaus-paier.com" target="_blank" rel="noopener">Akkordeonist Klaus Paier</a> und der <a href="https://www.edgarunterkirchner.com/index.php?id=12" target="_blank" rel="noopener">Saxophonist Edgar Unterkirchner</a>, die zu den international erfolgreichsten Musikschaffenden des Tales zählen. Oder <a href="https://www.klakmusic.com" target="_blank" rel="noopener">Stefan Kollmann (Akkordeonist) und Markus Fellner (Klarinette, Percussion), die als Duo [:klak:]</a> brillieren. In ihren Kompositionen und Interpretationen bauen sie Brücken zwischen den verschiedensten Ufern der Musikwelten und schaffen damit faszinierende Klangerlebnisse.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Akustische Bodenproben </strong>aus dem Lavanttal findet ihr auf der <a href="https://youtube.com/@lavanttalstorys?si=Seh9kqgHWYoYhn2J" target="_blank" rel="noopener">YouTube-Playlist Lavanttal Storys</a>.</p>
<p style="font-weight: 400;">Fotos: Stippich, Proprenter, Junge fidele Lavanttaler, Gemischter Chor Maria Rojach</p>
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		<title>Glas für Versailles und Schönbrunn</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/glas-fuer-versailles-und-schoenbrunn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 09:57:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lavamünd]]></category>
		<category><![CDATA[Glas]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>St. Vinzenz auf der Soboth. Ein paar Häuser, eine kleine Kirche unweit des Sees. Das ist alles, was an eine der renommiertesten Glasfabriken Europas erinnert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>St. Vinzenz auf der Soboth. Ein paar Häuser, eine kleine Kirche unweit des Sees. Das ist alles, was an eine der renommiertesten Glasfabriken Europas erinnert.</strong><span id="more-3658"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Als 1878 die Öfen in der Glasfabrik in St. Vinzenz für immer ausgeblasen wurden, ging die Ära eines bedeutenden Wirtschaftsbetriebes der Region zu Ende. Trinkgläser, Karaffen und Spiegelscheiben aus dem Lavanttal wurden „trotz belgischer Konkurrenz und der damals in Kärnten sehr mangelhaften Verkehrsverhältnisse in alle Teile der österreichisch-ungarischen Monarchie und weit in den Orient hinein versandt“, ist in der „Monografie des Lavanttals“ zu lesen. „In einem Stück geblasen, vollkommen rein, weiß Und getreu“, schwärmte man 1845 über die außergewöhnlich schön verarbeiteten Spiegel. Einige davon beeindrucken heute noch in Wiener Palais, und Luster aus St. Vinzenz hingen im Schloss von Versailles. Karaffen und Trinkgläser mit dem Vinzenzstern, sind in der Sammlung des Benediktinerstiftes St. Paul zu bewundern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3660 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-300x300.jpg" alt="Glas aus St. Vinzenz Lavanttal Storys Foto Nina Popp 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Benediktiner waren es auch, die die Glashütte 1687 gründeten. Mitten im Wald, wo die Materialen für die Glaserzeugung – Holzkohle und Pottasche – vorhanden waren. Die Arbeiter kamen vorwiegend aus Böhmen. In der Blütezeit sollen 700 Menschen in dem abgelegenem Ort gelebt und gearbeitet haben. Es gab Geschäfte und Gewerbebetriebe, wie die Käserei und die Brauerei, und die Kinder des Fabrikdirektors und der Arbeiterfamilien wurden in einer Privatschule unterrichtet.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der schwierige Transport – unter anderem auf den Drauflößen – und starke Konkurrenz führten vor etwa 150 Jahren zum Aus für die Glasfabrik in St. Vinzenz. Heute erinnern nur noch ein paar sorgfältig renovierte Häuser und eine Kirche an den Glanz von anno dazumal. Wer weitere „Geschichten aus St. Vinzenz“ lesen will, findet sie im gleichnamigen Buch von Bernadette M. Tschreppitsch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3659" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-300x300.jpg" alt="Glas aus St. Vinzenz Lavanttal Storys Foto Nina Popp 1" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/12/1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Fotos: Popp, Unsplash</p>
<p style="font-weight: 400;">
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		<title>„Man muss den Berg im Wein schmecken“</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/kaerntner-wein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2025 17:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[St. Andrä]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2000 Jahren wird in Kärnten Wein angebaut. Das jüngste Kapitel des Weinbaus im Süden Österreichs begann in den 1970ern im Lavanttal. Vor allem die Weißweine werden von Verksotungsjurys und WeinfreundInnen geschätzt. Eine kurze Geschichte des Weinbaus im Lavanttal.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Seit 2000 Jahren wird in Kärnten Wein angebaut. Das jüngste Kapitel des Weinbaus im Süden Österreichs begann in den 1970ern im Lavanttal.</strong><span id="more-3626"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Ortsnamen wie „Weinleitn“, „Weinberg“, „Weinzödl“ oder „Weinzettl“ erinnern daran, dass bis in die 1920er-Jahre auch zwischen Koralm und Saualm Reben wuchsen. Dass die Geschichte des Weinbaus in der Region 2.000 Jahre alt ist, weiß man aber erst seit Thomas Zeloth vom Kärntner Landesarchiv sich auf Spurensuche begab und unter anderem die jahrhundertelange Bedeutung des Weinbaus im Lavanttal akribisch dokumentierte.</p>
<p style="font-weight: 400;">Antike Amphorenscherben, Winzermesser und Grabplastiken lassen darauf schließen, dass die Römer ihre Freude am Wein auch in die neu eroberten Gebiete an der Drau und der Lavant importierten, und mit dem Christentum kam der Messwein nach Norikum. Selbst in den Jahren, als Ostgoten, Byzantiner, Franken und schließlich die Awaren ins Land zogen und die Menschen auf Hügel und Berge flüchteten, sollen sie Weinreben gepflanzt und ihren eigenen Wein hergestellt haben.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3630 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-300x300.jpg" alt="wein lavanttal b gouwyunsplash" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-b-gouwyunsplash.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nachdem bayrische Herzöge und die Erzbischöfe aus Salzburg den Karantanen zu Hilfe gekommen waren, siedelten die Menschen wieder ins Tal, widmeten sich dem Ackerbau, der Viehzucht und frommen Übungen. Dafür sorgten nicht zuletzt Missionare, die über die Alpen geschickt wurden. Dass spätestens ab dem 9. Jahrhundert auch Wein angebaut wurde, belegen drei Urkunden. 888 unterschrieb Kaiser Arnulf eine Schenkungsurkunde und bescherte dem „valle quae dicitur Laventatal“, also dem Lavanttal, den ersten urkundlichen Nachweis von Weinbergen. Auch die anderen Weingärten im östlichen Kärnten, die ab dem 12. Jahrhundert nun immer öfter in Rechtstexten erwähnt wurden, waren im Besitz von Klöstern und Bistümern. In Unterkärnten wurden sie später auch an einfache Bürger ohne geistliche Weihen verpachtet.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Weingartenarbeit erledigten Winzer, die dafür bezahlt wurden und vor Ort wohnten. Um 1600 umfasste die Weingartenfläche in Wolfsberg 280 Hektar und war damit doppelt so groß wie die 116 Hektar der niederösterreichischen Weinbaustadt Retz.</p>
<p style="font-weight: 400;">Wein war immer schon wichtig. Auch wenn das Getränk, wie Zeitzeugen berichten, säuerlich schmeckte und definitiv keine 100-Parker-Punkte eingeheimst hätte. Aber gerade das „resche Gerbstoff- und Säurekleid“ machte den Wein zu einem unverzichtbaren Lebensmittel. Für Erwachsene wie für Kinder. Die Bakterien überleben die Mischung aus Säure, Gerbstoff und Alkohol nämlich nicht. Somit war Wein wesentlicher reiner als das Wasser, und wenn man den Wein mit Wasser mischte, war das Getränk frei von aktiven Schadkeimen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3631 alignright" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Wein-300x283.png" alt="Wein Lavanttal Storys Illustration Valerie Huber" width="300" height="283" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Wein-300x283.png 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Wein.png 332w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zwischen 1550 und 1600 florierte der Weinbau im Lavanttal aber auch aus einem anderen Grund: Weine aus den Nachbarländern waren mit Zöllen belegt und somit teurer als der heimische „Wolffsperger“, dessen Hauptsorte der frostharte und ertragreiche „Weiße Heunisch“ war. An die ehemaligen Mautstationen erinnern heute noch die Pässe Pack, Hebalm oder Weinebene, wo die Ware von den Karren gehoben und verzollt wurde.</p>
<p style="font-weight: 400;">Alles bestens, Weinbau und -handel florierten. Bis Kaiserin Maria Theresia die Binnenzölle im 18. Jahrhundert aufhob und die Konkurrenz aus der Steiermark und aus Italien dem Kärntner Wein ordentlich Druck machte. Außerdem fehlten – schon damals – Arbeitskräfte, und die Kosten für die Weingartenarbeit stiegen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Steillagen des Tales verloren durch Erosion an Fruchtbarkeit und der spärliche Dünger wurde in den Ackerbau investiert. Die Weingärten des Tales verhungerten förmlich. Im Franziszeischen Kataster von 1830 ist die Gesamtfläche der Weingärten zwischen Wolfsberg und St. Paul auf etwa 24 Hektar geschrumpft. Ab 1883 zerstörte der Falsche Mehltau – nicht wie irrtümlich angenommen die Reblaus – einen Großteil des Ertrages, die Reben siechten dahin und bald nach dem Ersten Weltkrieg war dann Schluss mit dem Weinbau.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das blieb so. Ein halbes Jahrhundert lang. Bis Herbert Gartner, Lehrer und Versuchstechniker der Klosterneuburger Weinbauschule, mit der Leitung der Obstbau-Versuchsanstalt in St. Andrä betraut wurde. Sein Ziel war es ursprünglich, den Most auf das Niveau der Weinproduktion zu heben. Er sprach schon damals vom Apfelwein, und es dauerte nicht lange, bis er im Süden der Stadt eine geeignete Fläche fand, am Oberen Weinzedl. Hier, wo schon vor Jahrhunderten Wein gewachsen war, legte Herbert Gartner 1972 den ersten neuen Weingarten Kärntens an. Ein paar Jahre später bepflanzte er einen weiteren alten Weinberg des Tales, die Terrassen am Fuße von Schloss Thürn.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3629 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-300x300.jpg" alt="wein lavanttal a maze-unsplash 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/wein-lavanttal-a-maze-unsplash-2.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mit Gartners Experiment startete der Weinbau in Kärnten in eine neue Ära. 50 Jahre später sind 125 ha Weinanbaufläche ausgepflanzt, genauso viel wie 1788. Klein, aber fein. Die Versuche in den St. Andräer Weingärten brachten jedenfalls so viel Ertrag, dass es möglich war, einzelne Sorten auszuprobieren und Kurse für Winzerinnen und Weinkellerwarte abzuhalten. Ein Angebot, das bisher 450 vinophile Menschen nutzten, um die Grundkenntnisse des Weinbaus zu erlernen. Rund 200 von ihnen sind Mitglieder des 2003 gegründeten Weinbauverbands Kärntens.</p>
<p style="font-weight: 400;">Für Kurse, Weinbauberatung und Qualitätskontrolle in der Kärntner Landwirtschaftskammer ist mittlerweile Herbert Gartners Sohn Erwin verantwortlich. Mit Leib und Seele. Wer Geschichten und Geschichte des Weins in Kärnten ganz allgemein und im Lavanttal im Besonderen hören will, ist bei ihm goldrichtig. Weil er Önologe ist und maßgeblich an der Entwicklung des Weinbaugebiets im Süden Österreichs beteiligt war. Weil er weiß, wo Sauvignon Blanc und Burgundersorten am besten gelingen und worauf es beim Winterschnitt, bei der Laubarbeit und der Lese im Herbst ankommt. Und weil Erwin Gartner sein Wissen gerne teilt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Es lag nahe, dass er die Arbeit, die sein Vater begonnen hatte, fortführen würde. Kindheit im Weingarten, Interesse am Weinbau, Ausbildung an der Klosterneuburger Weinbauschule. Aber zunächst entschied sich der Lavanttaler für die Literatur und für Wien. „Schon während meines Studiums arbeitete ich im Literaturarchiv der Nationalbibliothek am Nachlass des österreichischen Schriftstellers Ödon von Horváth und beschäftigte mich mit den Geschichten aus dem Wienerwald“, erzählt Erwin Gartner. Dass es dann doch die Geschichte des Lavanttaler Weinbaus wurde, lag an einem EU-Projekt mit Weinbau-Institutionen aus dem Veneto.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Lavanttaler fuhr mit seiner jungen Familie zurück über die Pack und errichtete 2006 im Rahmen des interregionalen Projekts des Obst- und Weinbauzentrums St. Andrä (OWZ) eine Anlage in der Nähe von Wolfsberg, um zu untersuchen, welche Rebsorten sich für den Boden und die klimatischen Bedingungen eignen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3633 alignright" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-300x300.jpg" alt="Weingartjörgl ÖWZ Kärnten" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Lage_Weingartjoergl-OWZ-Kaernten.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Nebenberuflich baute er mit seiner Familie den Betrieb „Weinbau Gartner“ aus: die Weingärten bei Schloss Thürn und auf der Riede „Weingartjörgl“, die bis auf 600 m Seehöhe reichen. Hänge, die man suchen muss. Denn anders als in der Südsteiermark oder am Donauufer, wo die Weingärten schon von Weitem zu sehen sind und die Charakteristik der Landschaft bestimmen, wachsen die Lavanttaler Weine im Verborgenen. Der Ruf machte dennoch die Runde. Gartners Sauvignon Blanc wurde mehrfach Landessieger, Rheinriesling, Weißburgunder und auch die anderen vorwiegend weißen Sorten brachten dem Lavanttaler österreichweit Anerkennung.</p>
<p style="font-weight: 400;">„Kultwein aus Kärnten“ schwärmte das Gourmetmagazin Falstaff und immer mehr Restaurants setzten die Weine auf ihre Karte. „Das Lavanttal ist ein guter Boden für Weißweine, die durch den Glimmerschiefer des Koralmmassivs eine ganz eigene Stilistik gewinnen“, beschreibt der</p>
<p style="font-weight: 400;">Winzer eine wesentliche Charakteristik. Die zweite erklärt sich ebenfalls aus der topografischen Lage zwischen zwei Gebirgszügen. „Wir haben alpines Klima, kein mediterranes, wie viele meinen, und daher wirkliche Kühle von wirklichen Bergen.“ Der Wein reift später und weist mehr Säure auf. Aber genau das macht den Lavanttaler Wein aus. „Man muss den Berg im Wein schmecken“, sagt Gartner. Seine Kurzbeschreibung für die Weine aus dem kleinen Weingebiet? „Ein Wein für Kenner.“ Die intensive Arbeit im Weinberg und die Reduktion auf die Charakteristik des Terroirs, also der regionalen Lagen, überzeugt die Fachwelt. Mit schöner Regelmäßigkeit importieren die Winzerinnen und Winzer des Tales Prämierungen von Verkostungen im In- und Ausland. Je weiter weg, umso größer ist die Anerkennung, scheint es, wenn man auf das Ergebnis einer Umfrage im Tal sieht: Zwei Drittel der Befragten bescheinigten den Lavanttaler Weinehohe Qualität, obwohl ihn nur ein Drittel verkostet hatte.</p>
<p style="font-weight: 400;">In guten Jahren füllt der Ertrag der Lavanttaler Weingärten etwa 50.000 Flaschen. „Ausschließlich Lagenweine“, sagt Erwin Gartner. Also Weine, die aufgrund ihrer Herkunft besonders hoch bewertet werden. Wenn es hagelt, der Spätfrost oder Schädlinge die Ernte vernichten, ist es aber noch weniger. Und das geht an die Grenzen. Vor allem, weil der Pflegeaufwand der gleiche bleibt. 2020 übernahm die Landwirtschaftskammer die Lage „Weingartjörgl“ und stellte Gartner ein. So entstand das Landesweingut VINUM CARINTHIja, das offizielle Bekenntnis des Landes Kärnten zum Weinbau.</p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.vinumcarinthija.at/">www.vinumcarinthija.at</a></p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.weinauskaernten.at/">www.weinauskaernten.at</a></p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.weinbaugartner.at/">www.weinbaugartner.at</a></p>
<p style="font-weight: 400;">Fotos: Weinhof Ritter, ÖWZ Kärnten, Unsplash I A. Make, B. Gouwy</p>
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		<title>&#8222;Bei uns ist halt überall Kunst&#8220;</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/pepo-pichler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 15:17:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Pepo Pichler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Künstlerpaar Anita Naz und Pepo Pichler verwandelten die alte Mühle und das Schloss Schmelzhofen bei Wolfsberg in einen einmaligen Kunstraum.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Einer der außergewöhnlichsten Ausstellungsorte – des Landes oder weltweit. Wie man will. Die Verwandlung, die das Künstlerpaar Anita Naz und Pepo Pichler der alten Mühle und dem benachbarten Schloss Schmelzhofen in St. Margarethen angedeihen ließ, beeindruckt.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><span id="more-3602"></span>„Als wir die Gebäude zum ersten Mal sahen, war alles in miserablem Zustand“, erinnert sich Pepo Pichler an Holzschwamm, Plumpsklo und Berge von Gerümpel unterm Dach. Die Faszination für die Architektur überwog jedoch die Skepsis gegenüber der aufwendigen Renovierung. „Und wir waren jung und naiv“, ergänzt die Hausherrin schmunzelnd. Das war 1992.</p>
<p style="font-weight: 400;">30 Jahre später strahlen die historischen Fassaden in freundlichem Gelb und die großen Räume der Mühle beherbergen Leinwände, Objekte und fein säuberlich geordnetes Material, das darauf wartet, von Pepo Pichler zu Artefakten verarbeitet zu werden. Die Situation im Atelier spiegelt die Vielfalt an Methoden und Techniken wider, die Pichlers Arbeit so unverwechselbar machen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Immer wieder thematisiert er die Altlasten der Zivilisation. „Ich bin fasziniert von industriellem Abfall“, erzählt er während des Rundgangs durch sein Atelier und zeigt auf gewundene, weiß glänzende Plastiken, die von Weitem an Michelangelos marmornen Faltenwurf erinnern. Auf Nachfrage erfährt man, dass es sich um geschmolzene Kunststofffolien handelt, die gemeinhin zur Innenbeschichtung von Getränkekartons verwendet werden. Neben Installationen aus industriellen Werkstoffen und Abfällen listet Pichlers Werkschau Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Collage, Skulptur und Film auf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3605 size-medium alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-300x300.jpg" alt="221024 LS Pepo Pichler - 1" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/221024-LS-Pepo-Pichler-1.jpg 612w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Ein Universalkünstler, wie man so sagt. Zumindest einer, der gerne über die Grenzen von Sparten und Disziplinen hinausgeht. Zum einen läge dies an seiner Neugierde und dem unbändigen Interesse an Neuem, meint Pichler. Zum anderen habe er sein Grenzgängertum wohl zu einem Gutteil Max Weiler zu verdanken. Sein Lehrer an der Akademie der Bildenden Künste riet ihm, mit Farben, Leinwand, Pinsel und Papier ins damalige Museum für Völkerkunde – heute Weltmuseum – in Wien zu übersiedeln. Und so malte und zeichnete der Kunststudent ein Jahr lang im Museum und entdeckte die Faszination fremder Kulturen, Mythen und Riten. Inspiriert von den Objekten aus aller Welt, machte er sich kurz darauf auf den Weg, um sich vor Ort selbst ein Bild von Land und Leuten, Mythen und Materialien zu machen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Seit damals pendelt er zwischen den Welten. Seine Werke ebenso. Sie befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in den USA und Europa und sind weltweit in renommierten Häusern zu sehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3607 size-medium alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-300x300.jpeg" alt="Pepo Pichler ©nina popp Schmelzofen" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-300x300.jpeg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-150x150.jpeg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-768x768.jpeg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-80x80.jpeg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-390x390.jpeg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-820x820.jpeg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-160x160.jpeg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-780x780.jpeg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen-600x600.jpeg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-Schmelzofen.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p> </p>
<p style="font-weight: 400;">Den Winter verbringen Pepo Pichler und Anita Naz, die als Keramikerin und später als Gastronomin in den USA erfolgreich war, meist in San Francisco. Im Frühling kehren die beiden ins Lavanttal zurück, wo Pepo Pichler in seiner Kunstmühle arbeitet.</p>
<p style="font-weight: 400;">Gewohnt wird gleich nebenan, in einem alten Wasserschloss, das 1399 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Auch dieses Gebäude rettete das Paar vor dem Ruin. „Wie bei der Mühle lag uns daran, die historische Bausubstanz möglichst sensibel und behutsam zu reparieren. Also haben wir uns mit Kalkputz und mineralischen Farben beschäftigt“, erinnern sich Anita Naz und Pepo Pichler in der gemütlichen Küche an das „Trial and Error“ der frühen Jahre. „Zum Glück hatten wir gute Freunde, die uns zur Seite standen, wie der unvergessliche Lavanttaler Künstler Karl Schüssler.“ So wurden Wände und Holzdecken frei- und die Mauern trockengelegt. Türen und Fenster, Putz und Deckenstuck, Holzböden und Treppen wurden behutsam renoviert, Sanitäranlagen, Strom und Heizung erneuert. „Und noch immer ist etwas zu tun“, erzählt das Paar vom Leben im Schloss.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3606 size-medium alignright" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-300x300.jpeg" alt="Pepo Pichler ©nina popp 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-300x300.jpeg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-150x150.jpeg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-768x768.jpeg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-80x80.jpeg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-390x390.jpeg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-820x820.jpeg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-160x160.jpeg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-780x780.jpeg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2-600x600.jpeg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/Pepo-Pichler-©nina-popp-2.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Die dicken Mauern und alten Gewölbe machen aber nur einen Teil der Magie aus, der sich Gäste des Hauses kaum entziehen können. „Bei uns ist halt überall Kunst.“ Die kurze Anmerkung des Schlossherrn erklärt die einzigartige Atmosphäre von Schmelzhofen. Die Wände schmücken – im wahrsten Sinn des Wortes – Pichlers eigene Bilder und Installationen, viele Arbeiten von befreundeten Kunstschaffenden aus aller Welt, und dann sind da noch die Mitbringsel von zahlreichen Reisen, die die leidenschaftliche Freude des Paars am Entdecken und Sammeln dokumentieren. Japanische Drucke, von denen sich Pepo Pichler immer wieder inspirieren lässt, asiatische Miniaturen, mexikanische Votivbilder oder die bemerkenswerte Sammlung von Fächern von Anita Raz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3604 size-medium alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-300x300.jpg" alt="220607 Pepo Pichler_artmill ©nina popp - 1" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/11/220607-Pepo-Pichler_artmill-©nina-popp-1.jpg 998w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Die beiden haben auch ein Faible für außergewöhnliche Räume. 2021 errichteten sie eine private Kunsthalle im Garten ihres Schlosses. Kurz nach der Eröffnung erhielt Kunst-Mill-Annex, die mit Holzschindeln gedeckte Architektur des austro-amerikanischen Architekten Mark Mack, den Kärntner Holzbaupreis. Gegen Voranmeldung sind somit ausgewählte Werke von Pepo Pichler auch im Lavanttal zu sehen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sollte er gerade unterwegs sein, sei ein Besuch des Museums im Lavanthaus empfohlen. Dort ist Pichlers Installation aus alten landwirtschaftlichen und handwerklichen Gerätschaften aus der Region ausgestellt.</p>
<p>Fotos: N. Popp</p>
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		<title>Slow food im Schloss</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/slow-food-im-schloss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2025 12:11:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bad St. Leonhard]]></category>
		<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor mehr als 20 Jahren übernahmen Andreas und Astrid Rittler das Gut Lichtengraben – und fanden ihre Lebensaufgabe.  „Wir sind wahrscheinlich die erste Generation, die hier selbst Hand anlegt“, schmunzelt&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Vor mehr als 20 Jahren übernahmen Andreas und Astrid Rittler das Gut Lichtengraben – und fanden ihre Lebensaufgabe.</strong></p>
<p><span id="more-3498"></span></p>
<p style="font-weight: 400;"> „Wir sind wahrscheinlich die erste Generation, die hier selbst Hand anlegt“, schmunzelt <strong>Andreas Rittler, Hausherr auf Gut Schloss Lichtengraben</strong> im Nordosten von Bad St. Leonhard. Den Großteil seines Tages verbringt der Land- und Forstwirt weniger im Schloss als im Wald, am Hochstand, in den Obstgärten, bei den Schafen, den Fischteichen und im Hofladen, wo er die Forellen aus eigener Zucht verkauft. In Slow Food-Qualität.</p>
<p><figure id="attachment_3503" aria-describedby="caption-attachment-3503" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3503 size-medium" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-300x300.jpg" alt="Lavanttal Storys schloss Lichtengraben Foto R Knabl-2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-schloss-Lichtengraben-Foto-R-Knabl-2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3503" class="wp-caption-text">Astrid und Andreas Rittler. Foto © R. Knabl</figcaption></figure></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Fischzucht hat Tradition im Lichtengraben. „Es gibt einen Teich, der über 600 Jahre alt ist“, erzählt Rittler. Die Ruine Pain gleich daneben ist 300 Jahre älter: die <strong>Painburg, eine der wenigen Wasserburgen Kärntens.</strong> Heute ist der mächtige Torturm mit seinen dicken Mauern löchrig, die gotische Halle hat längst ihr Dach verloren und aus den Fenstern wächst Grünzeug. Aber die Pechnasen über den Toren und der doppelte Wassergraben rings um die Burginsel erinnern daran, dass das Leben hier nicht ungefährlich war. Immer wieder verschanzten sich die Herren von Pain, die einige Gold- und Silberbergwerke im Oberen Lavanttal besaßen, und die Menschen der Umgebung vor Räuberbanden und den anrückenden Osmanen in der gut befestigten Anlage.</p>
<p style="font-weight: 400;">Einen Nachteil hatte die Wasserburg freilich: Es war feucht. Siegfried von Pain wurde es schließlich zu unbequem und so ließ er 1544 einen Steinwurf entfernt das geräumige Schloss Lichtengraben errichten. 1886 kaufte Karl Neufeld Schöller das Gut. Er war königlich schwedisch-norwegischer Generalkonsul in Österreich und Urururgroßvater des heutigen Besitzers. Aus dieser Zeit stammen viele der schönen Zirbenmöbel und -vertäfelungen, die kostbaren Kachelöfen, Jagdtrophäen, Gemälde und der Steinway- Flügel, der um die Jahrhundertwende von New York ins Lavanttal gelangte.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3037 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-300x300.jpg" alt="LS 5 Podcast Schloss Lichtengraben 2" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2024/06/LS-5-Podcast-Schloss-Lichtengraben-2.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vor 23 Jahren übernahmen <strong>Andreas und Astrid Rittler das Gut Lichtengraben</strong> – und fanden ihre Lebensaufgabe. Sie reparierten die Mauern, legten frische, warme Farben auf, ersetzten zerbrochene Butzenscheiben, restaurierten die antiken Möbel und hauchten dem alten Haus frisches Leben ein. Damit sie das Schloss erhalten können, haben die Rittlers das Schmuckstück für Gäste geöffnet. Wer hier seinen Urlaub verbringt, schläft im Himmelbett und kann in der Schlossküche kochen und tafeln. Die Hausleute laden zur Gutsführung „mit oder ohne Slow Fish-Verkostung“.</p>
<p style="font-weight: 400;">Wer’s ganz ruhig mag, mietet die Almhütte auf 1.200 m. Und sonst hat man die Wahl: wandern oder biken, angeln oder Holz hacken, im Liegestuhl versinken oder aufgabenlos sinnieren und schauen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auch heiraten kann man auf Schloss Gut Lichtengraben. „Für ganz besondere Anlässe vermieten wir die Beletage und den Garten“, erzählt Astrid Rittler, die routiniert dafür sorgt, dass sich ihre Gäste wohlfühlen. Im weißen Salon, im großen Zirbensaal oder zwischen Hortensien und Lavendel.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3499 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Forelle-300x283.png" alt="Forelle Lavanttal Storys Illustration 11 V Huber " width="300" height="283" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Forelle-300x283.png 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Forelle.png 332w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h4 style="font-weight: 400;"><strong>Tipp: SLOW FISH</strong></h4>
<p style="font-weight: 400;">Wer freitags in die Nähe von Schloss Lichtengraben kommt, sollte die Kühltasche mitnehmen und eine Pause im Hofladen einplanen. Ab 12 Uhr gibt es <strong>geräucherte Forellen</strong>. Private Räucherfisch-Runden sind ebenfalls willkommen. Sofern die Landwirtschaft dazu Zeit lässt, führen die Rittlers ihre Gäste durch Gänge und Gemächer des Hauses und durch das weitläufige Gut.</p>
<p><strong><a href="https://www.schloss-lichtengraben.at" target="_blank" rel="noopener">Gut Schloss Lichtengraben</a></strong></p>
<h4 id="slow-fish-und-bunte-voegel"><strong>Lavanttal-Podcast: Slow fish und bunte Vögel</strong></h4>
<p>In der fünften Folge des <strong><a href="https://www.lavanttal-storys.at/podcast/">Lavanttal-Podcasts</a></strong> ist Nina Popp zu Gast bei Astrid und Andreas Rittler. Bei Spaziergang durch das Schloss, rund um die historische Wasserburg, Fischteiche, Streuobstwiesen und beim köstlichem Räucherfisch sammelt sie Geschichten, die gut und gern für zwei weitere Podcast-Folgen reichen würden.</p>
<p>Fotos © R. Knabl</p>
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		<title>Das Fest des Huhnes</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/gackern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 15:05:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Fest feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[St. Andrä]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Gackern machen es sich jedes Jahr im August Tausende zwischen Hühnerbein und Vogerltanz auf der Loreto-Wiese in St. Andrä gemütlich. Den Ort lebenswerter zu machen, hat sich auch der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Beim Gackern machen es sich jedes Jahr im August Tausende zwischen Hühnerbein und Vogerltanz auf der Loreto-Wiese in St. Andrä gemütlich.</strong></p>
<p><span id="more-3459"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Den Ort lebenswerter zu machen, hat sich auch der <strong>Verein „Attraktives St. Andrä“</strong> zum Ziel gesetzt. Das Projekt, das sein Vater viele Jahre lang leitete, führt nun Anton Meyer als Obmann weiter. Mit seinem Team organisiert er vor allem Feste, die Leben in die Stadt bringen sollen. Beim legendären Fest des Huhnes ist der Verein seit der Gründung im Jahre 2000 dabei. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde, der <strong>Gackernwirte-Gemeinschaft</strong> und der Firma <strong>WECH Geflügel</strong>. Deren Geschäftsführer <strong>Karl Feichtinger</strong> kam nämlich eines Tages auf die Wirtinnen und Wirte des Tales zu und schlug ihnen vor, gemeinsame Sache zu machen. Die Idee vom „Gackern“ gefiel auf Anhieb und seither steht ganz St. Andrä jährlich ein Mal im Zeichen des Huhnes.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3460 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-300x300.jpg" alt="Lavanttal Storys Gackern NINA POPP ©foto Emhofer" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-©foto-Emhofer.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bis zu 70.000 Menschen machen es sich jährlich von Anfang bis Mitte August auf der Loreto-Wiese am Fuße der Basilika gemütlich. Einige kommen von auswärts, aber die meisten sind irgendwo zwischen Reichenfels und Lavamünd zu Hause. Manche kommen alleine, weil sie sicher sein können, lauter Bekannte zutreffen, andere kombinieren Betriebsausflug und Brathendl, Chicken und Curry.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Wirte lassen sich jedes Jahr neue Hühnerrezepte einfallen, Fans von Schlager und Volksmusik kommen definitiv auf ihre Rechnung, Lederhosen und Dirndl werden aus dem Kasten geholt, vorausgesetzt es ist noch Platz für die eine oder andere Köstlichkeit. Den Kindern wird zwischen Strohballen und Vogerltanz sowieso nicht fad.</p>
<p style="font-weight: 400;">Zehn Tage lang ist es fröhlich und laut. Wer das mag, kommt immer wieder, nicht zuletzt wegen der unzähligen Extras im Programm, das mit einem spektakulären Festzug von der Basilika zur Festwiese eröffnet wird. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Entweder am Straßenrand oder mitten in der Prozession, im traditionellen Lavanttaler Dirndl, in fantasievoller Modetracht oder im Vereins-Outfit. Ein festlicher Umzug, wie ihn in viele im Lavanttal von den Schwarzweiß-Fotografien ihrer Kindheit kennen, als noch jedes Dorffest einem quasi in Stein gemeißelten Prozedere folgte: Messe, Umzug, Tanzboden, Schlägerei. Letzeres ist – natürlich – Vergangenheit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3462 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-300x300.jpg" alt="Lavanttal Storys Gackern NINA POPP 3" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/Lavanttal-Storys-Gackern-NINA-POPP-3.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Wenn beim Gackern gekämpft wird, dann ausschließlich sportlich und mit viel Humor. Wer an der St. Andräer Version der Highlander-Wettkämpfe mitmachen will, sollte folgende Disziplinen trainieren: <strong>„Bierle zupfen“, „Strick ziagn“, „Bama schmeißn“, „Eier wixn“.</strong> Und weil in Kärnten bekanntlich die Musikalität nicht zu kurz kommen darf, lädt der Verein auch zum <strong>Kärntner Kräh- und Gackernwettbewerb</strong> ein. Die zwei Kategorien: Solo für Küken und ausgewachsene Hühner bzw. Hähne sowie Gruppenauftritte.</p>
<p style="font-weight: 400;">Wer’s nicht glaubt: Mit den Suchbegriffen „Gackern“, „Krähwettbewerb“ liefert Google Beweise.</p>
<p style="font-weight: 400;">Walter Wippersberg, der Regisseur von <strong>„Das Fest des Huhnes“</strong>, einer satirischen Filmreise in die „rätselhafte und unberührte“ österreichische Provinz, hätte hier beim Gackern vermutlich hocherfreut viele weitere Indizien für den Kulturwandel und das Huhn als modernes Totem gesammelt.</p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.gackern.at/">www.gackern.at</a></p>
<p style="font-weight: 400;">YouTube: Das unberührte und rätselhafte Österreich – Das Fest des Huhnes</p>
<p>Fotos © J. Emhofer, Canva</p>
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		<title>Solange ich schreibe, bin ich glücklich</title>
		<link>https://www.lavanttal-storys.at/dichterin-christine-lavant/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 14:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfsberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 100 Jahren wurde Christine Lavant in St. Stefan geboren. Die „unterschätzteste Dichterin deutscher Sprache“ (© André Heller). Christine Lavant Zeit ihres Lebens auch keinen Wind um ihre Person gemacht&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Vor 100 Jahren wurde Christine Lavant in St. Stefan geboren. Die „unterschätzteste Dichterin deutscher Sprache“ (© André Heller).</strong><span id="more-3520"></span></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Christine Lavant</strong> Zeit ihres Lebens auch keinen Wind um ihre Person gemacht und die meisten, die ihr persönlich oder im Kulturteil der Zeitungen begegneten, unterschätzten die zierliche Frau, die schon in jungen Jahren zerbrechlich wirkte.</p>
<p style="font-weight: 400;"> <img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3522 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg" alt="LS Christine Lavant NINA POPP Lavanttal storys 2 Werner Berg Museum" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das dunkle Haar trug sie hinter dem Kopf verknotet, oft unter einem Kopftuch verborgen, die großen Augen schienen wie Tore zu einer dunklen, weiten Welt. Der Kopf nachdenklich seitwärts geneigt, dünne Lippen, hagere Hände. Die Porträts des <strong>Fotografen Ernst Prokop</strong> und jene ihres Geliebten, des <strong>Malers</strong> und <strong>Holzschnittkünstlers Werner Berg,</strong> zeichnen Bilder eines verletzlichen und verletzten Menschen. Und das war Christine Lavant zweifellos von Kindheit an.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im ersten Weltkrieg als neuntes Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren, wächst <strong>Christine Thonhauser</strong> in ärmsten Verhältnissen auf. Aber nicht nur das. Schon früh leidet das Kind unter Tuberkulose und Skrofulose, einer Hauterkrankung, die sie mit Infektionen und nässenden Ausschlägen quält. Die Krankheit schädigt ihr Gehör und macht sie beinahe blind. Die Tuberkulose wird zwar erfolgreich therapiert, aber die dabei eingesetzten Röntgenstrahlen sind so stark dosiert, dass die Haut geschädigt wird. Zeitlebens wird Christine unter den Folgen leiden, psychisch und physisch instabil. Ein „Arme-Leute-Kind“, ein „Zartele“, wie sie in <strong>„Das Kind“</strong> schrieb.</p>
<p style="font-weight: 400;">Es war ihr erstes Buch. Darin hielt sie ihre Kindheit und die Brutalität des Alltags einer armen Familie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts im Lavanttal fest. In ihrem Inneren hat das Kind, die Jugendliche, die Frau immer Kräfte entwickelt, mit denen sie gegen die Widrigkeiten ankämpfte, und mit dem Schreiben fand sie ein Werkzeug, mit dem sie ihr Le ben einigermaßen erträglich gestalten konnte. „Solange ich schreibe, bin ich glücklich“, schrieb sie später in einem Brief. Und so blieb das Schreiben, obwohl sie aufgrund ihrer körperlichen Schwäche den Schulbesuch nach wenigen Jahren abbrechen musste.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3521 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-300x300.jpg" alt="Christine Lavant Sonnenturm Lavanttal Foto Nina Popp " width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/08/1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Sie verbrannte ihre Arbeiten, weil sie ein Verlag ablehnte, und schrieb dennoch weiter. Vermutlich, weil sie im Schreiben einen Ausweg aus Enge und Isolation fand. 1933 erschienen erstmals Gedichte der damals 18-Jährigen in der Regionalzeitung. In der Nazi-Zeit fühlte sie sich „zu einer völligen inneren Stummheit verurteilt“. Sie vernichtete ihre Manuskripte und zog sich zurück, um für das Regime und dessen Euthanasieprogramm unsichtbar zu sein. Die junge Frau heiratete den um 30 Jahre älteren Maler <strong>Josef Habernig</strong> und konzentrierte sich aufs Stricken, um für den Lebensunterhalt zu sorgen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das Stricken blieb ihr auch nach dem Krieg, als sie binnen weniger Monate Hunderte Seiten Prosa und unzählige Gedichte verfasste. Obwohl sie, wie sie einmal sagte, Lyrik erst gar nicht mochte, weil man dabei nicht stricken kann. Aber sie entwickelte eine Technik, mit der sie einfache Muster anfertigen und gleichzeitig lesen konnte, denn die Lektüre – unter anderem Märchen, religiöse und mystische Schriften, Rilke, Trakl – war ihr wertvolle Quelle für das eigene Schreiben.</p>
<p style="font-weight: 400;">1948 erschien der Prosatext „Das Kind“, 1950 <strong>„Das Krüglein“</strong>. Beides Milieustudien, in denen sie das ihr so vertraute Elend einflocht. Sehr zum Missfallen ihrer Umgebung, die empört auf die authentische Beschreibung des Alltags einfacher Leute im Lavanttal reagierte. Die Veröffentlichung stärkte das Bild der Außenseiterin, die rauchte, nachts spazieren ging und spätestens nach dem Suizidversuch in der Psychiatrie als Sonderling galt. Da half auch das P<strong>seudonym „Lavant“</strong> nicht, das sich die junge Frau inzwischen als Schutzmantel zugelegt hatte. Als Konsequenz veröffentlichte Christine Lavant weniger Prosa.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ihre Bilder und Metaphern behielt sie bei, ihre Themen, das Leben der einfachen Leute und den Blick in die Gedankenwelt von Kindern und Frauen ebenso. Die Gespräche mit Gott, der Natur und den Sternen. Die Verzweiflung, den Humor, die Selbstironie und den Wunsch nach einem „Fünklein Liebe“. Nur eben in Gedichtform. Mit ihrem Gedichtband <strong>„Die Bettlerschale“</strong> gelang ihr 1956 der Durchbruch. Sie fand Zugang zu literarischen Zirkeln, in denen sie sich als gern gesehene und gesellige Gesprächspartnerin sichtlich wohl fühlte. Lavant erhielt zahlreiche Preise, darunter den <strong>Georg Trakl-Preis</strong> und den <strong>Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur</strong>. Sie war korrespondierendes <strong>Mitglied der Akademie der Wissenschaften</strong> <strong>und Literatur in Mainz und Mitglied des PEN-Clubs.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">1973 starb Christine Lavant in Wolfsberg an den Folgen eines Schlaganfalls. In St. Stefan, wo sie fast ihr ganzes Leben verbracht hatte, wurde sie in einem Ehrengrab beigesetzt, das die Familie Lintschnig, die sie zu Lebzeiten beherbergt hatte, nach wie vor liebevoll pflegt. Auf dem Grab steht heute das „<strong>Mondkreuz</strong>“: eine riesige Plastik, die der Kärntner <strong>Bildhauer Heinz Glawischnig</strong> als physische Interpretation eines Lavant-Gedichtes gestaltete.</p>
<p style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3543 alignleft" src="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg" alt="LS Christine Lavant NINA POPP Lavanttal storys Mondkreuz" width="300" height="300" srcset="https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-300x300.jpg 300w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-150x150.jpg 150w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-768x768.jpg 768w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-80x80.jpg 80w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-390x390.jpg 390w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-820x820.jpg 820w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-1180x1180.jpg 1180w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-160x160.jpg 160w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-780x780.jpg 780w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum-600x600.jpg 600w, https://www.lavanttal-storys.at/wp-content/uploads/2025/07/LS-Christine-Lavant-NINA-POPP-Lavanttal-storys-2-Werner-Berg-Museum.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„So nah ging mir die Nacht noch nie<br />
im Halbtraum beuge ich das Knie<br />
helf ihr das Mondkreuz tragen.“</p>
<p style="font-weight: 400;">Wenige Schritte vom Friedhof entfernt erinnert eine von Efeu umrahmte Marmortafel an den Wohnsitz der großen Kärntner Lyrikerin. In diesem Haus gründete <strong>Hans Lintschnig,</strong> dessen Mutter Gertrude die wahrscheinlich beste Freundin der Dichterin war, im Jahre 1994 die „<strong>Christine Lavant Gesellschaft“</strong>. 2015 gründete Hans Schmidt in Wien die <strong>„Internationale Christine Lavant Gesellschaft“</strong>. Beide Initiativen haben sich der Öffentlichkeitsarbeit für das literarische Werk von Christine Lavant verschrieben.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sichtbare Ergebnisse des Engagements sind Veranstaltungen, Schulprojekte, der Christine Lavant Preis und die neue <strong>Werkausgabe im Wallstein Verlag</strong>: Ein Mammutprojekt, das 1.800 Gedichte und rund 1.200 Seiten Prosa umfasst und ein neues Licht auf Christine Lavants Werk wirft. In der kommentierten Ausgabe ist die Prosa erstmals im Original zu lesen. Inklusive Lavanttaler Dialektworte, die Christine Lavant in vielen Texten verwendete. Die Eingriffe früherer Verleger sind bereinigt, manche Texte sind überhaupt zum ersten Mal veröffentlicht. Zusammen mit den Briefen und Dokumenten, die das Team um Klaus Amann, Doris Moser und Brigitte Strasser gesammelt haben, entstand so ein neues Bild von Christine Lavant. „Vom Kopf unter dem Kopftuch“, wie ein Rezensent die Neuausgabe kommentierte.</p>
<p><strong><a href="https://www.christine-lavant.at" target="_blank" rel="noopener">Christine Lavant Gesellschaft</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://christine-lavant.com" target="_blank" rel="noopener">Internationale Christine Lavant Gesellschaft</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.wernerberg.museum/de/archiv/2024/christine-lavant-and-werner-berg-2024.html" target="_blank" rel="noopener">Christine Lavant & Werner Berg im Werner Berg Museum</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.wallstein-verlag.de/autoren/christine-lavant.html" target="_blank" rel="noopener">Werke Christine Lavants im Wallstein Verlag</a></strong></p>
<h4>Lavanttal-Podcast</h4>
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<p class="npflietext22"><strong>In Folge 18 sind Nina Popp und Helga Palmer von der Christine Lavant Gesellschaft auf  den Spuren der Lavanttaler Schriftstellerin unterwegs. Vom neuen Denkmal über die Bäcklkeusche zum oft zitierten Wetterkreuz bis zur letzten Ruhestatt der Dichterin.</strong></p>
<p class="npflietext22"><a href="https://www.lavanttal-storys.at/podcast/" target="_blank" rel="noopener"><b>#18 Auf den Spuren von Christine Lavant</b></a></p>
<p>Fotos © N. Popp; Holzschnitt Werner Berg Museum</p>
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